Mit der WiiM Bar erweitert WiiM sein Angebot um die erste eigene Soundbar. Das Modell verbindet Dolby Atmos und DTS:X mit Musikstreaming, einem runden Touchdisplay und der Einbindung in das bestehende Multiroom-System. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 499 Euro, der deutsche Marktstart ist für Ende Oktober 2026 angekündigt.
Wer unsere bisherigen Beiträge zum WiiM Ultra und anderen Geräten der Marke kennt, findet hier einen vertrauten Ansatz wieder: Verschiedene Musikquellen, die Steuerung über die WiiM Home App und die Wiedergabe in mehreren Räumen gehören auch bei der Soundbar zum Konzept. Anders als der Ultra, der vorhandene HiFi-Komponenten um Streaming-Funktionen ergänzt, bringt die WiiM Bar Lautsprecher und Verstärkung bereits mit. Ein zusätzlicher Verstärker oder separate Frontlautsprecher sind für den Betrieb nicht erforderlich.
Dolby Atmos mit eigenen Höhenlautsprechern
Die WiiM Bar arbeitet als 3.0.2-System. Neben einem linken, einem mittleren und einem rechten Frontkanal besitzt sie zwei nach oben gerichtete Höhenkanäle für räumliche Effekte. Insgesamt verbaut WiiM acht aktive Treiber: drei Tiefmitteltöner und drei Hochtöner an der Vorderseite sowie zwei nach oben abstrahlende Breitbandlautsprecher. Vier Passivradiatoren ergänzen das System im Bassbereich. Die maximale Systemleistung gibt der Hersteller mit 135 Watt an.
Der Fernseher wird über HDMI eARC angeschlossen. Die Soundbar unterstützt unter anderem Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, DTS, DTS:X und LPCM. Für den eigenständigen Betrieb ist kein separater Subwoofer erforderlich. Wer den Bassbereich erweitern möchte, kann einen ergänzen.
Schrittweise zum 5.1.2-Heimkino
Für Nutzer vorhandener WiiM-Geräte ist vor allem die Erweiterbarkeit interessant. Die Bar lässt sich mit kompatiblen Komponenten um drahtlose Surround-Lautsprecher und einen Subwoofer ergänzen. Aus der einzelnen Soundbar kann dadurch schrittweise ein 5.1.2-System entstehen. Die Einrichtung und Verwaltung erfolgen über die WiiM Home App, ein zusätzlicher AV-Receiver wird dafür nicht benötigt.
Davon zu unterscheiden ist die Multiroom-Funktion. Hier wird die Soundbar mit weiteren WiiM-Geräten gruppiert, um Musik synchron in mehreren Räumen wiederzugeben. Eine bestehende Anlage mit WiiM Ultra oder einem Streaming-Verstärker kann damit weiterhin als eigene Wiedergabezone genutzt werden, während die Bar das Wohnzimmer übernimmt.
Die Einbindung ins Multiroom-System bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jedes vorhandene WiiM-Gerät auch als Heimkino-Surroundkomponente eingesetzt werden kann. Dafür müssen die jeweiligen Geräte ausdrücklich kompatibel sein – hier gilt es also u.U. ins Kleingedruckte zu schauen.

Musikstreaming ohne zusätzlichen Streamer
Auch wenn die WiiM Bar unter dem Fernseher ihren Platz findet, bleibt Musikstreaming ein zentraler Bestandteil. Zur Ausstattung gehören Spotify Connect, Tidal Connect, Qobuz Connect, Google Cast Audio, Amazon Music Cast, DLNA/UPnP und Roon. Musik lässt sich über unterstützte Dienste direkt an die Soundbar übertragen oder über die WiiM Home App auswählen. Die Verbindung zum Heimnetz erfolgt per WLAN oder Ethernet.
Neben HDMI eARC stehen ein optischer Digitaleingang, ein analoger Line-Eingang und USB-Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung. Bluetooth ist ebenfalls integriert. Damit lassen sich auch weitere Audioquellen einbinden, ohne einen separaten WiiM-Streamer vorzuschalten.

Innerhalb des WiiM-Angebots übernimmt die Bar somit eine andere Aufgabe als der Ultra: Während der Streamer vorhandene HiFi-Anlagen vernetzt und verschiedene Quellen zusammenführt, ist die Soundbar eine vollständige Wiedergabelösung für Fernsehton und Musik.
Touchdisplay und Raumkorrektur
Ein auffälliges Merkmal ist der mittig angeordnete, runde 2,1-Zoll-Farb-Touchscreen. Er zeigt Albumcover, Titelinformationen und verschiedene Uhransichten an. Außerdem lassen sich darüber die Wiedergabe steuern, Quellen auswählen sowie Equalizer und gespeicherte Favoriten aufrufen. Alternativ stehen die WiiM Home App und die mitgelieferte Sprachfernbedienung zur Verfügung.
Zur Ausstattung gehört außerdem die automatische Raumkorrektur RoomFit. Sie nutzt das Mikrofon des Smartphones, um die Wiedergabe an den Raum und die Aufstellung anzupassen. Ergänzend bietet die Soundbar verschiedene Klangmodi, eine Dialogverbesserung und einen Nachtmodus, der starke Lautstärkeunterschiede reduzieren soll.
Preis und Verfügbarkeit
Die WiiM Bar wurde erstmals auf der High End Vienna 2026 vorgestellt. Für Deutschland liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei 499 Euro, die Verfügbarkeit ist für Ende Oktober angekündigt. Angeboten wird die Soundbar in Schwarz und Weiß; im Handel sind matte Ausführungen sowie eine schwarze Hochglanzvariante gelistet.
Mit der Bar ergänzt WiiM sein bislang vor allem auf Musikstreaming ausgerichtetes Angebot um eine eigenständige Heimkino-Komponente. Interessant ist dabei weniger Dolby Atmos allein als die Verbindung von Fernsehton, Streaming und dem vorhandenen WiiM-Multiroom-System. Der Einstieg ist mit der Soundbar allein möglich, Surround-Lautsprecher und Subwoofer lassen sich später ergänzen.
Wie seht ihr die Wiim Bar und die Produkte des Wiim Ökosystems – insbesondere auch im Vergleich zu z.B. Sonos oder Heos
