GEPRC TriPro6 O4 Pro: Long-Range-FPV-Drohne mit DJI O4 Air Unit Pro

GEPRC erweitert sein Angebot um eine leichte 6-Zoll-FPV-Drohne für längere Flüge und Luftbildaufnahmen. Die TriPro6 O4 Pro setzt auf die DJI O4 Air Unit Pro, GPS-Navigation und verschiedene Empfängeroptionen. Trotz des für Long-Range-Modelle vergleichsweise niedrigen Gewichts soll sie eine Flugzeit von bis zu 26 bis 28 Minuten erreichen.

Das Modell basiert auf einem 265 Millimeter großen Rahmen mit einer 5 Millimeter starken Hauptplatte. GEPRC gibt das Abfluggewicht mit rund 383 Gramm an. Die tatsächliche Konfiguration hängt allerdings vom verwendeten Empfänger und vor allem vom Akku ab.

Im Inneren arbeitet ein TAKER F722 45A AIO. Die Flight-Control-Einheit kombiniert Flugsteuerung und 45-Ampere-ESC auf einer Platine. Als Antrieb kommen SPEEDX2-2205E-Motoren mit 1.400 kV zum Einsatz. Die Drohne verwendet 6-Zoll-Propeller von HQProp und einen XT60-Akkuanschluss.

DJI O4 Air Unit Pro und GPS

Für die digitale Bildübertragung ist die DJI O4 Air Unit Pro zuständig. Sie bringt die passende Kamera, den Videosender und die Antenne bereits als integriertes System mit. GEPRC positioniert die TriPro6 damit nicht nur als reine Freizeitdrohne, sondern auch als Plattform für Outdoor-Erkundungen und Luftbilder.

Das GPS-Modul vom Typ GEP-M10 unterstützt die Positionsbestimmung und kann bei geeigneter Konfiguration zusätzliche Sicherheitsfunktionen ermöglichen. Je nach Ausführung ist die Drohne mit einem ELRS-915-MHz- beziehungsweise 2,4-GHz-Empfänger, einem TBS Diversity Nano RX oder als PNP-Version erhältlich.

Gerade bei Long-Range-FPV sollte die Wahl des Empfängers zur eigenen Funkanlage passen. Eine PNP-Version benötigt beispielsweise zusätzliche Empfangstechnik und eine entsprechende Einrichtung vor dem ersten Flug.

Akkus und Flugzeit

GEPRC empfiehlt entweder einen 6S1P-18650-Akku mit 3.000 mAh oder einen 6S-LiPo mit 2.200 mAh. Die angegebene Flugzeit von 26 bis 28 Minuten wurde laut Hersteller bei langsamen Reiseflügen ermittelt. Bei schnellen Manövern, stärkerem Wind oder häufigen Beschleunigungen dürfte die Laufzeit deutlich niedriger ausfallen.

Zum Lieferumfang gehören unter anderem ein Akkuhalter, gedruckte Landefüße, Dämpfungselemente für die Kamera, ein ND8-Filter für die O4 Air Unit Pro, Propeller, Ersatzschrauben und verschiedene Montagekomponenten. Ein Akku und eine Fernsteuerung sind abhängig von der gewählten Version nicht automatisch enthalten.

Der Hersteller bietet die TriPro6 O4 Pro derzeit für 499,99 bis 559,99 US-Dollar an. Der konkrete Preis hängt von Empfänger- und GPS-Konfiguration ab.

Für wen lohnt sich das Modell?

Die Kombination aus 6-Zoll-Propellern, GPS und DJI O4 Air Unit Pro richtet sich vor allem an Piloten, die eine kompakte Plattform für längere Outdoor-Flüge suchen. Gegenüber einer klassischen 5-Zoll-FPV-Drohne verspricht die TriPro6 mehr Effizienz und zusätzliche Nutzlastreserven für Akku und Kamerasystem.

Für Einsteiger ist sie dagegen nur bedingt geeignet. Die Drohne ist kein vollständig geschützter Cinewhoop und verlangt Erfahrung mit FPV-Flug, Akkuwahl, Funkreichweite und den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben. Vor dem Einsatz sollten außerdem die in Deutschland geltenden Drohnenregeln, Geo-Zonen und Haftpflichtanforderungen geprüft werden.

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