Brightin Star hat sein erstes Vollformat-Autofokus-Objektiv vorgestellt: Das 12mm f/2.8 AF für Sony E-Mount (und bald auch Nikon Z). Mit 122,5° Bildwinkel, STM-Autofokus, wetterfestem Metallgehäuse und 609–660 € Preis will das Objektiv Lücken im Ultraweitwinkel-Segment schließen – besonders für Landschafts- und Astrofotografie.
Was Brightin Star hier liefert
Brightin Star ist eher bekannt für manuelle Budget-Objektive (z. B. 7,5mm f/2 für APS-C). Das neue 12mm f/2.8 AF ist der erste Schritt ins Vollformat mit Autofokus – und das ist für die Marke gewiss eine große Sache.
Hardfacts im Überblick:
Warum 12mm f/2.8?
122,5° ist ein extremer Bildwinkel – das ist deutlich weiter als bei typischen Ultraweitwinkeln – ohne Fisheye Look:
| Objektiv | Brennweite | Bildwinkel |
|---|---|---|
| Brightin Star 12mm f/2.8 AF | 12 mm | 122,5° |
| Sony FE 12-24mm f/4 G | 12 mm | 122° |
| Laowa 12mm f/2.8 Zero-D | 12 mm | 122° |
| Samyang AF 12mm f/2.0 | 12 mm | 122° |
| Sigma 14mm f/1.8 DG DN | 14 mm | 114,2° |
Das Brightin Star ist damit gewiss ideal für Landschaften, Architektur, Innenräume und dramatische environmental portraits. Der 122,5° Winkel ist nicht ganz so extrem wie entsprechende Fisheyes (180°+), aber weit genug für dramatische Perspektiven.
f/2.8 für Astrophotografie und Low-Light
f/2.8 ist bei 12 mm sehr lichtstark – das macht das Objektiv auch für Astrofotografie, Nachtaufnahmen und Low-Light-Szenen geeignet. Vergleiche:
| Anwendung | Sony FE 12-24mm f/4 | Samyang AF 12mm f/2.0 | Brightin Star 12mm f/2.8 AF |
|---|---|---|---|
| Blende | f/4 | f/2.0 | f/2.8 |
| Lichtstärke vs. f/4 | Referenz | 2× heller | 1,4× heller |
| Preis | ~2.000 € | ~900 € | ~610–660 € |
| AF | Ja | Ja | Ja (STM) |
Bei Astrofotografie ist Lichtstärke durchaus ein wichtiger Punkt: f/2.8 ist deutlich besser als f/4, auch wenn f/2.0 noch lichtstärker wäre. Dafür ist das Brightin Star 300–400 € günstiger als die f/2.0-Konkurrenz.
Der große Vorteil: Autofokus bei einem Ultraweitwinkel
Das klang für viele Fotografen lange nach “Brauche ich nicht”: Bei 12 mm ist alles ab 1,5–2 m scharf (Hyperfokaldistanz). Aber: Autofokus ist heute bequem – besonders für:
- Video: Autofokus nützt bei Videoaufnahmen, Interviews, Vlogs
- Environmental Portraits: Wenn präzise auf Gesichter fokussiert werden soll
- Schnelle Situationen: Landschaften im Wandel, bewegte Motive
- EXIF-Daten: AF-Objektive übertragen Blende/Brennweite in die Kamera
Das Brightin Star nutzt einen STM-Motor, der laut Herspruch “Flagship-Level AF” liefern soll. Das ist ambitioniert – Sony’s native AF-Objektive sind sehr schnell. Das Objektiv muss in der Praxis getestet werden, um die AF-Leistung zu beurteilen.
Weniger bekannt: Die manuelle Vorgängerversion
Brightin Star hat schon ein manuelles 12mm f/2.8 für Vollformat (seit ca. 2022):
Das AF-Modell ist schwerer (499 g vs. 277 g), hat längere Nahdistanz (30 cm vs. 18 cm), aber dafür Autofokus, Wetterfestigkeit und EXIF-Übertragung.
Konkurrenzvergleich: Welches Ultraweitwinkel passt?
Direkte 12mm f/2.8 AF-Konkurrenz für Sony FE:
Lohnt sich das Brightin Star 12mm f/2.8 AF?
Für 609–660 € bekommt man ein 12mm f/2.8 Ultraweitwinkel mit Autofokus, 122,5° Bildwinkel, STM-Motor, wetterfestem Metallgehäuse und integrierter Blende. Das ist ein durchaus kompetativer Preis – die Konkurrenz (Samyang f/2.0, Laowa Zero-D AF, Sony Zoom) kostet deutlich mehr.
Manko: Brightin Star ist noch eine relativ unbekannte Marke im AF-Segment. Sony’s native AF-Objektive haben bessere AF-Algorithmen, bessere EXIF-Integration und bessere Service-Strukturen. Das Objektiv sollte in der Praxis getestet werden, bevor es für professionelle Projekte empfohlen wird – besonders für den AF und die Farbgenauigkeit.
