Erste Wi-Fi 8 Studien erlauben “Blick in die Zukunft”

Warum schon über Wi‑Fi 8 reden, wenn der Wi-Fi 7 Standard bisher kaum in der Masse angekommen ist?

  • ASUS nutzt den ROG NeoCore als Showpiece auf der CES 2026, um zu demonstrieren, wohin Wi‑Fi 8 (802.11bn, “Entwurf”) geht: weg von reinen Peak‑Speeds hin zu Stabilität, Latenz und smarter Koordination mehrerer APs.​
  • SWährend viele Nutzer gerade erst von Wi‑Fi 5/6 auf 6E/7 schielen, zeigt NeoCore sehr früh, welche Probleme der nächste Standard lösen soll – etwa überfüllte Netze im Mehrparteienhaus oder wackelige Smart‑Home‑Verbindungen.​

Was der ROG NeoCore eigentlich ist

  • Der ROG NeoCore ist ein Konzept‑Router, kein fertiges Produkt mit finalen Specs: ASUS spricht von einem Demo‑System, das auf AiMesh und der Ai Network Engine basiert und primär Wi‑Fi‑8‑Features im Messe‑Setup zeigt.​
  • Optisch ist das Ding deutlich „ROG“: ein D20‑ähnlicher Gehäuseklotz mit RGB und Gaming‑Branding – ideal für Hero‑Shots im Artikel, aber technisch noch voller Platzhalter (Ports, Antennenkonfiguration, genaue CPU/RAM etc. sind nicht final).​
  • Nachdem sich ASUS soeben erst eine Pause vom Smartphone Sektor gegönnt hat – scheint man im Bereich IT in die vollen zu gehen

Kerngedanke von Wi‑Fi 8: Zuverlässigkeit statt Rekord‑Speed

  • Wi‑Fi 8 behält wesentliche technische Eckdaten von Wi‑Fi 7: gleiche Bänder (2,4/5/6 GHz), bis 320 MHz Kanalbreite und 4096‑QAM – die theoretische Max‑Datenrate bleibt etwa auf Wi‑Fi‑7‑Niveau.​
  • Die großen Neuerungen sind Multi‑AP‑Koordination und „Ultra High Reliability“: Zielgrößen sind u.a. rund 25% mehr Durchsatz bei gleichem Störabstand, 25% weniger Latenz im 95‑Perzentil und deutlich weniger Paketverluste in überlappenden WLAN‑Zellen.​

ASUS‑Versprechen mit NeoCore

  • ASUS spricht auf Basis seiner Demos von bis zu 2× höherem Mid‑Range‑Durchsatz, 2× größerer IoT‑Abdeckung und bis zu 6× niedrigerer P99‑Latenz im Vergleich zu Wi‑Fi‑7‑Setups mit ähnlicher Bandbreite.​
  • Gerade der Punkt der P99‑Latenz ist für Gaming/Cloud‑Anwendungen interessant, weil es um die Ausreißer geht: weniger „Spikes“ im Ping, nicht nur ein schöner Durchschnittswert.​

Kurzvergleich: Wi‑Fi 6E, Wi‑Fi 7 und Wi‑Fi 8

MerkmalWi‑Fi 6EWi‑Fi 7Wi‑Fi 8 (Entwurf)
Standard802.11ax (mit 6 GHz) 802.11be802.11bn
Bänder2,4 / 5 / 6 GHz ​2,4 / 5 / 6 GHz2,4 / 5 / 6 GHz (evtl. später mmWave‑Erweiterungen)
Max. Kanalbreite160 MHz (6 GHz) ​320 MHz (6 GHz)320 MHz, Fokus auf besserer Nutzung statt weiterer Verbreiterung
Theor. Max‑Speedbis ca. 9,6 Gbit/s ​bis ~46 Gbit/s in der Spitze ca. Wi‑Fi‑7‑Niveau, etwas effizienter durch neue MCS‑Stufen
Key‑FeatureEntlastung durch 6‑GHz‑Band, weniger InterferenzenMulti‑Link‑Operation, 320‑MHz‑Kanäle, 4096‑QAM, mehr MU‑MIMO​Multi‑AP‑Koordination, Ultra‑High‑Reliability, besseres Scheduling und QoS​
Reifegrad 2026breit verfügbar in Routern/ClientsOberklasse‑Router und High‑End‑Clients, aber noch nicht flächendeckendStandard in Arbeit, erste Demos wie NeoCore; Consumer‑Geräte eher Richtung Ende des Jahrzehnts

Für wen ist Wi-Fi 8 aus heutiger Sicht womöglich schon relevant – oder auch nicht?

  • Für typische Haushalte in Deutschland mit FTTH oder schnellem Kabelanschluss bringt ein guter Wi‑Fi‑7‑Router heute schon massiven Mehrwert gegenüber Wi‑Fi 5/6, vor allem durch MLO und breitere 6‑GHz‑Kanäle; Wi‑Fi 6E bleibt der „Sweet Spot“, wenn Budget limitiert ist und das 6‑GHz‑Band genutzt werden kann.​
  • Wi‑Fi 8 und der ROG NeoCore sind in den nächsten Jahren eher Thema für Berichterstattung, Lab‑Tests und sehr frühe Enthusiasten: Der Standard ist nicht final, Clients fehlen, und reale Vorteile werden erst sichtbar, wenn mehrere Wi‑Fi‑8‑fähige APs plus passende Endgeräte zusammenkommen.​

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