Blackmagic Design hat wieder zugeschlagen und im Rahmen der NAB 2025 eine spannende neue Kamera vorgestellt: die Blackmagic PYXIS 12K. Diese digitale Filmkamera im kompakten Box-Design verspricht beeindruckende Leistung und Flexibilität und könnte das Segment der professionellen Produktionskameras ordentlich aufmischen.
Was wir bisher wissen:
Die PYXIS 12K teilt sich offenbar das Herzstück mit der bereits etablierten URSA Cine 12K – einen hochauflösenden 12K “Kleinbild” Sensor. Das bedeutet potenziell atemberaubende Detailtiefe und die Flexibilität, in verschiedenen Auflösungen und Bildraten zu arbeiten. Besonders spannend ist die Ankündigung von Aufnahmen mit bis zu 112 fps (je nach Auflösung), was die Kamera auch für High-Speed-Anwendungen interessant macht. Ein seitliches Touch-Display sowie entsprechende Funktionstasten sollen die Bedienung vereinfachen und dennoch kommt die Kamera mit professionellen Anschlüssen wie SDI daher.

Wie von Blackmagic gewohnt, soll auch die PYXIS 12K von der hauseigenen Blackmagic Color Science profitieren, die für ihre akkurate und filmische Wiedergabe bekannt ist. Das Box-Design selbst deutet auf eine hohe Modularität hin, was die Integration in verschiedene Rigs und Setups erleichtern dürfte – sei es für Studioanwendungen, Kranaufnahmen, Gimbal-Einsätze oder sogar als hochwertige POV-Kamera.
Darüber hinaus soll es auch eine ergänzende Broadcast-Option mit Handgriff und kleinem integrierten EVF geben.
Die Pyxis 12K wird wie das 6K Schwestermodell in 3 unterschiedlichen Mounts erscheinen: EF, L sowie PL.

Die PYXIS 12K im Wettbewerbsumfeld:
Die Ankündigung der PYXIS 12K kommt zu einer Zeit, in der der Markt für hochwertige digitale Filmkameras vielfältiger denn je ist. Um die neue Blackmagic-Kamera einzuordnen, lohnt ein Blick auf einige ihrer potenziellen Konkurrenten:
- ARRI ALEXA Mini LF / 35: ARRI ist der Platzhirsch im High-End-Filmbereich. Die ALEXA-Kameras sind bekannt für ihre herausragende Bildqualität und ihren Workflow. Die Mini LF und die neuere ALEXA 35 bieten ebenfalls großformatige Sensoren und einen etablierten Ruf. Hier wird die PYXIS 12K vor allem preislich punkten müssen und vielleicht in Bezug auf die Rohdaten-Flexibilität (Blackmagic RAW) Vorteile bieten.
- RED V-Raptor / Komodo-X: RED bietet ebenfalls eine breite Palette an professionellen Kameras, von der kompakten Komodo-X bis zur leistungsstarken V-Raptor. RED-Kameras sind bekannt für ihre hohe Auflösung und ihre robusten Bauweise. Die PYXIS 12K könnte hier mit ihrem deutlich niedrigeren Einstiegspreis und der integrierten Blackmagic-Infrastruktur konkurrieren.
- Sony VENICE 2 / FX9 / FX6: Sony hat mit der VENICE-Serie Kameras im High-End-Bereich etabliert, während die FX-Serie (FX9 und FX6) eine breitere Zielgruppe anspricht. Diese Kameras bieten oft fortschrittliche Autofokus-Systeme und einen etablierten Workflow. Die PYXIS 12K wird sich hier wahrscheinlich auf ihre rohe Bildqualität und die Flexibilität ihres Box-Designs konzentrieren müssen.
- Canon EOS C300 Mark III / C500 Mark II: Canon bietet ebenfalls professionelle Cinema EOS Kameras mit hochwertigen Sensoren und Dual Gain Output Technologie. Die PYXIS 12K könnte hier in Bezug auf die maximale Auflösung und möglicherweise den Preis eine attraktive Alternative darstellen.
Erste Einschätzung:
Die Blackmagic PYXIS 12K klingt vielversprechend und könnte eine interessante Option für Filmemacher und Produktionshäuser sein, die nach einer hochauflösenden und flexiblen Kamera im Box-Design suchen. Der 12K-Sensor deutet auf eine sehr ordentliche Bildqualität hin und die Modularität bietet vielfältige Optionen zur Individualisierung und Nutzung der Kamera.
Kleines Manko: Auf einen integrierten ND FIlter scheint BMD auch bei der 12K Pyxis leider zu verzichten.
Der aufgerufene Preis um $4995 vor Steuern ist dagegen sicherlich ein Statement.
Was denkt ihr über die neue Blackmagic PYXIS 12K? Teilt eure Meinungen und Erwartungen gern in den Kommentaren!