DJI Avata 360: Die Katze will aus dem Sack und die Antigravity A1 stenkern…

DJI steht kurz davor, mit der Avata 360 seine erste echte 360‑FPV‑Drohne zu präsentieren – und tritt damit direkt gegen die bereits erhältliche Antigravity A1 an, eine 8K‑360‑Drohne unter 250 g. In dieser Vorankündigung schauen wir uns an, was wir über die Avata 360 wissen, wie sie sich von der A1 unterscheidet und warum das Gewicht hier mehr als nur eine Zahl im Datenblatt ist.

Launch & Positionierung: DJI zieht nach

DJI hat für den 26. März 2026 ein Event mit dem Motto „Above It All, See It All“ angekündigt, inklusive klarer Hinweise auf die Avata 360 und 8K‑360‑Grad‑Video. Die Drohne soll direkt nach dem Livestream vorbestellbar sein und kurz darauf ausgeliefert werden.

Die Antigravity A1 ist hier schon einen Schritt weiter: Sie wurde Ende 2025 offiziell vorgestellt, ist seit Dezember im Handel und positioniert sich als ultraleichte 8K‑360‑Drohne unter 250 g – explizit als „fliegendes 360°‑Kamerasystem“, weniger als klassische Kameradrohne.

Kamera & Video: 8K‑360 bei beiden – aber mit unterschiedlichem Fokus

Bei der Kamera ziehen beide Systeme auf dem Papier in eine ähnliche Richtung, setzen aber unterschiedliche Akzente.

  • DJI Avata 360 (Leaks):
  • Dual‑Kamerasystem für 360‑Grad‑Video, Gerüchte sprechen von bis zu 8K/60 HDR für Panorama‑Aufnahmen.​
  • Zusätzliche Modi wie 6K‑Single‑View und 4K/120 für klassische FPV‑Shots werden erwartet.​
  • Starker Fokus auf FPV‑Fluggefühl plus 360‑Capture; häufig genannt werden ein Front‑View‑Modus und eine Art Tilt‑Mechanik für eine klare „Nase“ beim Fliegen.
  • Antigravity A1 (offiziell):
  • Duale Top/Bottom‑Linsen mit 1/1,28‑Zoll‑Sensor, 8K‑360°‑Video bis 30 fps, 5.2K/60 und 4K/100.
  • Fokus auf „Invisible‑Drone‑Stitching“ – Copter und Propeller verschwinden im finalen Video, die Drohne wird zur „schwebenden 360‑Cam“.
  • Reframing bis 4K in 16:9, 9:16 oder 1:1 direkt über App und Desktop‑Software.

Kurz gesagt: Die Avata 360 zielt sichtbar auf 360‑FPV‑Action mit klassischem FPV‑Look und Goggles, während die A1 sich eher als leichtes 360‑Production‑Tool mit Invisible‑Drone‑Ästhetik versteht.

Gewicht & Rechtliches: Sub‑250 g vs. „über 250 g“

Hier liegt der vielleicht wichtigste Unterschied – und der Punkt, an dem die Antigravity A1 aktuell klar sticht.

  • Antigravity A1:
  • Offizielles Gewicht: 249 g, damit sauber unter der 250‑g‑Grenze.
  • Ausgelegt für C0/C1‑Szenarien, Reichweite bis etwa 6 km (CE), Flugzeit je nach Akku rund 20–35 Minuten.
  • DJI Avata 360 (Rumors):
  • Die Leaks widersprechen sich: Einige frühen Berichte hofften auf sub‑250 g, andere Quellen sprechen inzwischen von ungefähr 370–380 g inklusive voller Sensorik.​
  • Viele Beobachter gehen daher realistisch von „deutlich über 250 g“ aus, was in EU/UK/US rechtlich eine andere Liga als die A1 bedeutet. Dies verdeutlichen auch die aufgetauchten Bilder auf denen die 360er neben der Avata 2 zu sehen ist und sogar nochmals größer wirkt:

Für Creator ist das wmöglich entscheidend: Mit der A1 spielst man in der bekannten „Leichtgewichtsklasse“, während die Avata 360 – sofern sich die 370‑plus‑Gramm‑Gerüchte bestätigen – in vielen Ländern restriktiver geflogen werden muss.

Flugerlebnis & Steuerung: Cinewhoop‑FPV vs. FreeMotion‑360

Beim Flugerlebnis gehen beide Konzepte bewusst unterschiedliche Wege.

  • Avata 360:
  • Cinewhoop‑Frame mit Prop‑Guards und vierblättrigen Props für ruhigeres, kontrolliertes Flugverhalten in engen Umgebungen.​
  • DJI O4‑Link, kompatibel mit Goggles 3 und aktuellen Controllern (RC, Motion Controller), inkl. FPV‑Modus mit klassischer Frontansicht.​
  • Zielgruppe: FPV‑Fans, Cinewhoop‑User, bestehende DJI‑Piloten, die 360‑Video in ihren FPV‑Workflow integrieren wollen.
  • Antigravity A1:
  • Extrem leichter 360‑Copter, der primär als fliegende 360‑Cam gedacht ist.
  • Steuerung über Vision‑Goggles und Motion‑Grip‑Controller (FreeMotion), stark immersiver „Superman‑Style“‑Flug, bei dem du dich in einer 360‑Welt umschauen kannst.​
  • Optional lassen sich Prop‑Guards nachrüsten, standardmäßig fehlen sie, um unter 250 g zu bleiben.​

Preis & Zielgruppe: Aggressiver DJI‑Preis vs. Premium‑A1

  • Avata 360 (Leaks):
  • Gerüchte sehen den „Drone only“-Preis um etwa 499 Dollar, Standard‑Kits mit Goggles und Controller eher knapp über 1.000 Dollar.​
  • Damit würde DJI deutlich unter vielen bisherigen 360‑Setups aus Cinewhoop plus externer 360‑Cam bleiben.​
  • Antigravity A1 (offizielle/analytische Schätzungen):
  • Komplettkits liegen je nach Bundle im Bereich von etwa 1.300 bis 1.700 Dollar.
  • Zielgruppe sind klar Creator, die bewusst in ein eigenes 360‑Ökosystem investieren und die sub‑250‑g‑Vorteile ausspielen wollen.
  • DJI Avata 360 – spannend für dich, wenn…
  • du bereits im DJI‑Ökosystem hängst (Avata, Air, Mini, Goggles etc.).
  • du FPV‑Shots mit 360‑Reserve möchtest, also z.B. einen klassischen FPV‑Run fliegst und später trotzdem in alle Richtungen reframen willst.​
  • du auf Prop‑Guards und robustes Cinewhoop‑Verhalten in engen Umgebungen setzt.
  • Antigravity A1 – spannender, wenn…
  • du bewusst unter 250 g bleiben willst, um rechtlich flexibler zu sein.
  • du vor allem 360‑Storytelling machst, bei dem Invisible‑Drone‑Shots und Reframing im Vordergrund stehen.
  • du bereit bist, ein eigenes System (App, Studio‑Software, Vision‑Goggles, Motion‑Controller) aufzubauen und dafür maximal immersive 360‑Flüge bekommst.

Fazit: 2026 wird offenbar das Jahr der 360‑FPV‑Drohnen

Mit der Antigravity A1 ist das Thema 8K‑360 bereits in der sub‑250‑g‑Klasse angekommen, jetzt zieht DJI mit der Avata 360 nach und bringt 360‑FPV in ein großes, etabliertes Ökosystem. Während die A1 beim Gewicht und bei der Invisible‑Drone‑Optik punktet, dürfte die Avata 360 beim klassischen FPV‑Handling, bei den Bundles und beim Einstiegspreis Vorteile haben.​

Sobald DJI die finalen Specs und Preise zur Avata 360 offiziell sind – könnt ihr dies natürlich auch hier entsprechend nachlesen…

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